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Wie viel Transparenz gewährt die Sparkasse?

Die Chemnitzer Sparkasse möchte etwas für Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, indem sie eine Kindertagesstätte und daneben ein Parkhaus errichten will. Dies ganz in Zentrumsnähe – am Eingang zur City, wenn man von Bernsdorf kommt. Da möchte man schon als Einwohner dieser Stadt wissen, was man da quasi als Geschenk zur Innenstadtbebauung erhält.

Doch nix da, der Sparkassenchef spielt Chef und verweigert jedwede Auskünfte. Unter dem Motto, erst den genehmigten Bauantrag und dann die Überraschung für Chemnitz.

Selbst gegenüber dem vom Stadtrat berufenen Kuratorium für Stadtgestaltung zeigt sich Herr Grimm wenig aufgeschlossen.

Dies alles zeugt nicht von Bürgernähe eines in kommunalem Eigentum befindlichen Unternehmens. Mit einem solchen Vorgehen stößt es die Menschen vor den Kopf und lässt mehr als Zweifel am Demokratieverständnis in der Chemnitzer Sparkassenchefetage aufkommen.

Das Ganze hat den Anstrich von Arroganz oder ist es die Angst, mit dem bestehenden Projekt an der Reitbahnstraße in der öffentlichen Diskussion nicht bestehen zu können? Hat man kein Zutrauen in die eigenen Argumente?

Wie dem auch sei, es kann nicht angehenden, dass die Bürgerinnen und Bürger von Chemnitz über Vorhaben im öffentlichen Raum nicht oder nur unzureichend informiert werden.

Wir erwarten, dass die Sparkasse Chemnitz das Projekt Kindertagesstätte und Parkhaus unverzüglich öffentlich vorstellt.

Wenn wir mündige Bürger wollen, dann müssen ihnen immer Informationen zufließen und die Gelegenheit der Mitsprache eingeräumt werden. Erst recht, in kommunalen Angelegenheiten.

Hubert Gintschel
Fraktionsvorsitzender

15.03.2011

 

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