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Geschichtsvergessene GGG
Mit großer Verwunderung und Empörung mussten wir aus der Presse zur Kenntnis nehmen, dass das kommunale Unternehmen GGG sich gegen die Ausstellung mit Bildern aus der Kunstsammlung der Wismut in der Esche-Villa gestellt hat.
Waren die Querelen zur Konzeption im künftigen Archäologiemuseum nicht nachvollziehbar, so ist diese Entscheidung nachgerade lächerlich.
Geschichte in all ihren Facetten muss vorurteilsfrei dargestellt werden können und nicht der Zäsur Einzelner anheim gestellt werden. Und die Wismut ist unsere ureigenste Geschichte mit all dem was sich darum rankt – so auch die Kunst, die sie begleitet hat. Auch mit Auftragswerken in der DDR, denen sich auch Künstler nicht verwehrten, die sich öffentlich gegen die Ausstellung polemisieren. Dazu gehören u. a. Michael Morgner, Ranft-Schinke, die 1985 große Auftragswerke des FDGB für das Erholungsheim “Karl Marx”(heute Hohe Reuth) in Schöneck schufen und dafür tausende DDR-Mark erhielten.
In diesem Lichte besehen, erscheinen ihre heutigen Argumente gegen die Ausstellung schon bedenklich.
Die Freiheit der Meinungsbildung kann man getrost auch dem “einfachen” Volke überlassen, indem es sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen kann und nicht durch Verbote darin eingeschränkt wird. Wurden doch die Auftragswerke und die Künstler auch mit seinen Geldern bezahlt.
Hubert Gintschel Fraktionsvorsitzender
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